Ausstellungsdauer 10.12.-21.12.2018

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.“  Artikel 1 (Allgemeine Erklärung der Menschenrechte)

10.12.2018 – Am gestrigen Tag der Menschenrechte wurde die Ausstellung „Zusammen Stimmen“ feierlich eröffnet. Die Musikerin Aspasia Dimitriadou spielte drei Miniaturen des Stücks „6 Balkan Miniatures“ von Dǔsan Bogdanović. Im Stück, komponiert 1991, versucht Bogdanovic das politische Chaos und den beginnenden Krieg zu thematisieren. Er sendet eine Botschaft in die Welt: Kunst soll und darf uns vor Augen führen, dass verschiedene Elemente, die in ihrem Kern die gleiche Quelle haben harmonisiert und zusammen gestimmt werden können. Für ihn haben alle Völker des ehemaligen Jugoslawien den gleichen kulturellen Hintergrund –  6 kleine Staaten, sechs Miniaturen die gemeinsam eine Einheit bilden.

Matthias Gruber entführte uns dann auch gleich in die Welt der Gastarbeiter und las die Geschichte vom „Jugo“, der in der Halleiner Papierfabrik arbeitet. Lisa Viktoria Niederberger versuchte uns dann näher zu bringen wie es ist in einer Demo mitzulaufen, im Wechselbad zwischen überzeugt, motiviert und stolz auf den eigenen Mut, doch dann trotzdem zweifelnd und skeptisch sich in Bequemlichkeit verkriechend.

Die Ausstellung wird bis kurz vor den Weihnachtsferien im Foyer des Bischofshauses zu sehen sein. Zusammenleben, Heimat, Identität, Kultur und Religion, Grenzen und Werte: zu diesen Themen versucht die Ausstellung verschiedene Perspektiven und Sichtweisen zusammen zu bringen, unkommentiert, mal widersprüchlich, mal idealistisch dann Fragen stellend und auf Antworten wartend.

Sieben Personen kommen zu Wort. Sie leben in Österreich, unterscheiden sich in Kultur oder religiösem Bekenntnis, gehören Minderheiten an und ihre Lebensläufe sind sehr verschieden. Doch was sie verbindet ist, dass sie etwas zu sagen haben, mitreden und mitgestalten wollen. Sie haben darüber gesprochen, wie es ihnen geht, in der heutigen Gesellschaft zusammenzuleben, was sie daran schätzen, was sie kritisch sehen und was es zu einem gelingenden Zusammenleben braucht. Blitzlichter dieser Gespräche finden sich nun in dieser Ausstellung wieder. Sie laden die BesucherInnen ein nachzudenken und selbst mitzureden.

Mitwirkende:
mit Aspasia Dimitriadou, Gitarre, Texte von Lisa Viktoria Niederberger und Matthias E. Gruber des Vereins mosaik (Plattform zur Vermittlung neuer Literatur und Kultur; www.mosaikzeitschrtift.at)

Die Eröffnung fand in Kooperation mit dem Katholischen AkademikerInnen Verband Salzburg, dem Referat Weltkirche der Erzdiözese Salzburg und der Universität Salzburg – Theologie Interkulturell und Studium der Religionen statt.

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