Die Corona-Pandemie beeinträchtigt die Durchführung unseres Semesterprogramms. Moderne Webinar-Technologie ermöglicht es uns allerdings, viele unserer Veranstaltungen online durchzuführen. Außerdem können wir dadurch rasch auf aktuelle Themen reagieren.


Is Nelson Mandela’s legacy still relevant for today’s South Africa?

Referent*innen:

  • Derek Hanekom, langjähriger Minister (im Kabinett Mandelas u. a. für Landreform zuständig), Vorsitzender der Ahmed Kathrada Foundation, Johannesburg
  • Sello Hatang, CEO der Nelson Mandela Foundation in Johannesburg (angefragt)
  • Horst Kleinschmidt, ehem. Director des International Defence and Aid Fund in London, pers. Freund der Familie Mandela, Kapstadt
  • Jody Kollapen, Acting Judge an Constitutional Court, Vorsitzender der South African Law Reform Commission, Johannesburg
  • Thuli Madonsela, ehem. Public Protector, Professorin für Social Justice an der Juridischen Fakultät der Univ. Stellenbosch (angefragt)
  • Phumzile Mlambo-Ngcuka, ehem. stv. Staatspräsidentin, Exekutivdirektorin UN Women, New York (angefragt)

Termin: Donnerstag, 16. Juli 2020, 16:00 Uhr
Zoom Meeting ID: 944-657-4324
Sprache: Englisch

Um Anmeldung an office@sadocc.at wird gebeten!


Ökologische Wende in Mexiko City?

Referent: Alejandro Montelongo Romero (Mexiko), Master-Student Umwelt-, Verfahrens- und Energietechnik am Management Center Innsbruck (MCI), AAI-Stipendiat
Termin: Mittwoch, 13. Mai 2020, 17:30 Uhr
Webinar-Raum: https://aai.plus/webinar/
Zoom Meeting ID: 944-657-4324
Sprache: Englisch

Mexico City zählt mit 22 Millionen Einwohner*innen zur viert bevölkerungsreichsten Stadt der Welt. Sie ist eines der wichtigsten kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Zentren Lateinamerikas. Denn Mexiko verfügt neben seinen kulturellen Schätzen über einen dynamischen Industriezweig, enorme Bodenschätze und einen breit gefächerten Dienstleistungssektor.

Mexico City leidet aber an Wassermangel, Luft- und Bodenverschmutzung und einem desaströsen Abfallsystem. Zusätzlich liegen Gefahren aufgrund der Erdbebenzone und der benachbarten Vulkane im Nacken der Stadt. Wie geht so eine Megacity mit dem Ressourcen-Management um? Welche nachhaltigen Strategien werden entwickelt? Besonders in Anbetracht des Regierungs- und Gesinnungswechsels in Stadt und Land? Denn seit 2018 ist die preisgekrönte Klimaforscherin Claudia Sheinbaum Bürgermeisterin von Mexico City.

Ein Global Space bietet die Möglichkeit zum Austausch und zur Integration. Gestaltet wird er von Menschen, die aus Afrika, Asien oder Lateinamerika kommen und hier leben.


Corona in Afrika: Hoffen und Bangen am Kap

Referent*innen: Nina Herzog-Hawelka (SADOCC), Johannes Brunner (österr. Wirtschafsdelegierter in Südafrika), Martin Sturmer (AAI Salzburg)
Moderation: Walter Sauer (Universitätsprofessor, SADOCC)
Termin: Donnerstag, 7. Mai 2020, 17:00 Uhr
Webinar-Raum: https://aai.plus/webinar/

Kein anderes afrikanisches Land ist derzeit stärker von der Corona-Pandemie betroffen wie Südafrika. Mit Stichtag heute, 30. April, wurden 5.350 Infektionen bestätigt, 103 Menschen sind verstorben. Doch es gibt auch hoffnungsvolle Signale: Die Anzahl der Personen, die sich von Covid-19 erholt haben, ist auf 2.073 gestiegen.

Die südafrikanische Regierung hat angesichts der Corona-Pandemie eine strenge Ausgangssperre verhängt – der Lockdown gilt als der härteste der Welt. So ist etwa der Verkauf von Alkohol untersagt.

Doch die Wirkung der Maßnahmen ist umstritten: Vor allem in den Townships erweist sich der Lockdown als kaum praktikabel. Hier leben die Menschen auf engstem Raum, Armut und Hunger nehmen zu. Polizei und Armee sollen die Einhaltung der Ausgangssperre durchsetzen – Berichte über Amtsmissbrauch und Gewaltanwendung häufen sich.

Auch die Wirtschaft Südafrikas ist massiv betroffen. Präsident Cyril Ramaphosa hat ein Investitionspaket von umgerechnet 25 Mrd. Euro für Bewältigung der Krise angekündigt. Neben Unterstützung für Unternehmen versprach er mehrmonatige Überbrückungsgelder sowie die Aufstockung der Sozialhilfe. Die ohnehin schon enorme Kluft zwischen Arm und Reich droht sich dennoch weiter zu öffnen: Die Arbeitslosenquote lag schon vor der Corona-Krise bei knapp 30 Prozent.

Veranstalter: AAI Salzburg, afrika.info, SADOCC

Aufzeichnung des Online Talks „Corona in Südafrika“


Veganes Rohkost-Weltdinner 2.0

Referenten: Marcus Willwohl, Andreas Hirnsperger
Termin: Donnerstag, 30. April 2020, 18:00 Uhr
Webinar-Raum: https://aai.plus/webinar/

Vegane Rohkost ist eine spezielle Form der veganen Ernährung. Bei dieser werden ausschließlich rohvegane Lebensmittel, welche nicht über 42° C erhitzt wurden, verzehrt. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass die hitzeempfindlichen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente erhalten bleiben. Richtig praktiziert, kann eine rohvegane Ernährung erheblich die Gesundheit fördern. Wird zudem auf eine saisonale und regionale Auswahl der Nahrungsmittel geachtet, ist diese zudem sehr nachhaltig und klimafreundlich.

Für das Webinar haben die Referenten Andreas Hirnsperger und Marcus Willwohl vier Videos vorbereitet, in dem sie Inputs über die vegane Rokosternährung (Videos 1 und 2) geben. Im dritten Video zeigt Marcus Willwohl, wie Zucchini-Spaghetti mit Champignon, Tomatensauce und einem Walnuss-Kräutertopping zubereitet werden. Andreas Hirnsperger führt im vierten Video die Zubereitung von Rohkost-Erdnuss-Schoko-Brownies vor.

Beim gemeinsamen Zoom-Weltdinner sind Interessierte herzlich dazu eingeladen, sich mit oder ohne zubereitete Gerichte zu beteiligen. Die vorbereiteten Gerichte können sich an die Rezepte in den Videos anlehnen, aber auch eigene Rohkostgerichte sind willkommen. Andreas Hirnsperger und Marcus Willwohl freuen sich beim Online-Dinner auf eure Fragen. Es soll definitiv ein Abend zum Mitmachen und Austauschen sein.

Video 1: Andreas Hirnsperger über vegane Rohkost

Video 2: Marcus Willwohl über die gesundheitlichen Aspekte

Video 3: Zubereitung von Zucchini-Spaghetti mit Champignon, Tomtensauce und Walnuss-Kräutertopping

Video 4: Zubereitung von Rohkost-Erdnuss-Schoko-Brownies


Online-Filmgespräch: Homebird

Referentinnen: Radha Paudel, Andrea Leichtfried
Termin: Mittwoch, 29. April 2020, 15:00 Uhr
Webinar-Raum: https://aai.plus/webinar/

„Das wahre Bild von Nepal zeichnen“ – das war das Ziel von Andrea Leichtfried und Simon Spädtke. Gemeinsam drehten sie 2015 ihren preisgekrönten Debütfilm „Homebird“. Das Ziel der bildgewaltigen Dokumentation war es, Nepal mit all seinen Facetten und aus der Sicht verschiedenster Gruppen darzustellen.

Atemberaubende Bilder entführen die Zuschauer*innen in das Leben der fünf Protagonist*innen aus verschiedenen Landesteilen. Porträtiert werden fünf Personen: ein Mönch, ein Trekking-Guide, eine Schamanin und ein Sozialunternehmer aus Bhaktapur als Zeitzeuge für das Erdbeben 2015. Die fünfte Protagonistin ist die Frauenrechtsaktivistin Radha Paudel, die gemeinsam mit Regisseurin Andrea Leichtfried in diesem Online-Gespräch zu Gast ist.

Der Film wird vor dem Filmgespräch auf FS1 ausgestrahlt.

Homebird-Nepal German from Andrea „Angi“ Leichtfried on Vimeo.


Dignified Menstruation in a Global Discourse

Referentin: Radha Paudel
Termin: Dienstag, 21. April 2020, 15:00 Uhr
Webinar-Raum: https://aai.plus/webinar/

Im Westen von Nepal gelten Frauen während ihrer Menstruation als unrein. Nach der Chhaupadi-Tradition müssen sie jedes Monat das Haus verlassen. Sie verbringen die Tage in sogenannten „Goths“ – das sind kleine Hütten wie Ziegen- und Kuhställe.

Die bekannte Aktivistin Radha Paudel (*1973) kämpft seit Jahren für eine würdevolle Menstruation. Paudel ist Krankenpfleger*in und Gründerin von „Action Works Nepal“ und der „Radha Paudel Foundation“. Ihr Buch Khalangama Hamala wurde mit dem Madan Award – dem wichtigsten Literaturpreis in Nepal ausgezeichnet.

Aufzeichnung des Webinars mit Radha Paudel


Migration und Fremdenfeindlichkeit in Costa Rica

Referent: Laurin Blecha, Lateinamerika-Experte, Institut für Geschichte, Universität Wien
Termin: Donnerstag, 16. April 2020, 16:00 Uhr
Webinar-Raum: https://aai.plus/webinar/

Die aktuellen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Krisen in verschiedenen Ländern Lateinamerikas führen auch dort zu vielen Fluchtbewegungen. Costa Rica ist dabei eines der Migrationsziele, wohin besonders Nicaraguaner*innen seit der großen Krise in ihrer Heimat im April 2018 flüchten.

Nationalistische Bewegungen sind in Costa Rica seither wieder präsenter geworden. Vor allem auf Social-Media-Kanälen kommt es zu emotionalisierten Posts, die sich um die Themen Sicherheit und Identität drehen. Resultat ist eine Anti-Flüchtling-Atmosphäre. Die Ursprünge für diese fremdenfeindliche Haltung und weiteren Vorurteilen sind aber tiefer in der Geschichte des Landes verankert.

Aufzeichnung des Webinars mit Laurin Blecha


Ziel- und Heimathafen Europa

Referent: Helmut Dietrich, Forschungsgesellschaft Flucht und Migration in Berlin
Termin: Donnerstag, 19. März 2020, 19:00 Uhr
Webinar-Raum: https://aai.plus/webinar/

Heute wird vor allem das Mittelmeer in Europa als DIE unüberwindbare gefährliche Grenze vor Afrika vermittelt. Dabei seht die Vorstellung des Mittelmeers als imaginierte Grenze der Kulturen im scharfen Gegensatz zur geschichtlichen Realität. So waren die spanischen Exklaven Melilla und Ceuta in Marokko lange nur durch einen Grenzstein markiert. Dann trat das Schengener Abkommen in Spanien in Kraft und ersetzte die Freizügigkeit er uralten Migrationsroute aus dem Maghreb-Raum durch eine innereuropäische.

Aufzeichnung des Webinars mit Helmut Dietrich