
13.11.2024, Salzburg.
Beim Religionsverbindenden Gebet in der Kollegienkirche stimmten sich Besucher*innen und Vertreter*innen religiöser Gemeinschaften aus Salzburg auf den Empfang der Religionen mit dem Titel „Frauenstimmen“ ein: Diesmal inspirierten starke Frauen unterschiedlichen Glaubens und Religionszugehörigkeit zum interreligiösen Dialog.
Anhängerinnen des Christentums, der Bahá’í Religion, des Islam und des Buddhismus erhoben ihre Stimmen und trugen Texte, Gebete und Lieder vor: es waren unterschiedliche und vielfältige Texte über Frauen, von Frauen, aus den Heiligen Schriften und Gebete für Einheit und Frieden.
So eingestimmt wohnten die Besucher*innen dem Podiumsgespräch an der Theologischen Fakultät bei. Nach den Grußworten von Dekan Univ.-Prof. Dr. Dietmar Winkler und der Vizepräsidentin des Bundesrates Dr. Andrea Eder-Gitschthaler teilten die Gästinnen des Podiums ihre Erfahrungen, Standpunkte sowie Zugänge und forderten im Anschluss dazu auf mitzudiskutieren. Das Gespräch moderierte Sarah Pieslinger, MA, MA, BA, BA, Doktorandin an der Theologischen der Fakultät.

Sie waren sich darüber einig, dass jede Frau in der jeweiligen Glaubensgemeinschaft individuelle und sehr persönliche Erfahrungen macht. Was diesen Erfahrungen gemein ist: Sie sind bestärkend und ermutigend, aber andererseits auch desillusionierend und zermürbend. Die Stellung und Rolle der Frau ist in den Religionen ebenso wie in der Gesellschaft Jahrtausende lang patriarchal geprägt. Ungleichheit abzuschütteln und selbstverständliche Wertschätzung und Gleichstellung zu erfahren ist immer noch eine sehr große Herausforderung. Dennoch regten die Podiumsteilnehmerinnen durch ihre Erzählungen an auch weiterhin mutig zu sein. „Egal ob Frau, Mann, Kind – wir sind doch alle im Glauben verankerte, manchmal zweifelnde aber dennoch hoffende Menschen und nehmen uns als Teil der Menschheitsfamilie wahr, in unserer Vielfalt, mit all unseren Stärken und Schwächen, Herausforderungen und Gegensätzlichkeit“ so auch die bestärkenden Worte von Elke Giacomozzi, Geschäftsführerin des AAI im Rahmen der Grußworte zur Eröffnung des Gebets in der Kollegienkirche.
Der Empfang schloss mit informellen und persönlichen Begegnungen im Café Imaculada. Ein indisches Buffet des Restaurants Indian Palace bot die passende kulinarische Begleitung den angestoßenen Austausch in gemütlicher Atmosphäre zu vertiefen.

Eine Veranstaltung der Theologischen Fakultät der Universität Salzburg, Afro-Asiatisches Institut Salzburg (Arbeitskreis interreligiöser Dialog), Erzdiözese Salzburg – Referat für Ökumene & Dialog der Religionen – Diözesankommission für den interreligiösen und interkulturellen Dialog (DKID), Katholischer Akademiker*innenverband (KAV), Katholische Hochschulgemeinde/Kollegienkirche, Institut für Religionspädagogische Bildung Salzburg (IRPB), Bahá’í Religionsgemeinschaft, Buddhistische Religionsgemeinschaft, und Islamischen Glaubensgemeinschaft Salzburg.
Weitere Informationen unter: www.aai-salzburg.at
Rückfragehinweis:
Elke Giacomozzi | Afro-Asiatisches Institut Salzburg
Tel: +43 662 841413 -11 Mobil +43 650 99 30 920 | E-Mail: elke.giacomozzi@aai-salzburg.at
Über das Afro-Asiatische Institut Salzburg
Das Afro-Asiatische Institut ist Plattform für interkulturellen und interreligiösen Dialog und bietet ein breites entwicklungspolitisches Bildungs- und Kulturprogramm. Es unterstützt und fördert Studierende durch Beratung, studienbegleitende Bildung und das Stipendienprogramm für eine Welt.
