Seit 2019 organisieren sich Menschen am 08. Dezember in vielen Ländern der Welt für den Dignified Menstruation Day – dem Tag, der dem Aufmerksammachen und der Bewusstseinsschaffung rund um die Menstruation und allem, was damit in Verbindung steht, gewidmet wurde.

Impulsgeberin Radha Paudel und die GSCDM

Damit solidarisieren sich diese Menschen mit der Global South Coalition for Dignified Menstruation (GSCDM) und die von der Nepalesin Radha Paudel gegründete, gleichnamige Foundation. Seit ihrer Jugend setzte sich Paudel für die Aufklärung über die Menstruation ein. Dieses Anliegen vertiefte sie später mit ihrer Ausbildung zur und Tätigkeit als Krankenpflegerin.

© Radha Paudel

Damit will sie zur Beseitigung von falschen und diskriminierenden Vorstellungen beitragen. Vorstellungen, die wiederum im Zusammenhang mit kulturell beziehungsweise religiös gefestigten Maßnahmen stehen und die das Leben von Menstruierenden bedeutend einschränken. Diese können vom Ausschluss bei gewissen Aktivitäten und Kontakten (Kochen, Gebet, Umgang mit Männern) bis zur vollkommenen Isolation für die Dauer der Regel reichen und sind gemäß der Definition der UN (1993) als Form sexueller und geschlechterspezifischer Gewalt zu klassifizieren.

Auch ein Taboothema in Österreich

Dass beispielsweise auch in Österreich die Monatsblutung nach wie vor ein tabuisiertes Thema ist, zeigt, dass die Bemühungen um eine offenere Gesprächsbasis sowohl im globalen Norden als auch im globalen Süden von Nöten sind. Die Enttabuisierung ermöglicht weiters die Beseitigung von Diskriminierung oder gar Gewalt, die im Rahmen der Menstruation geschieht.
Selbst, wenn es nicht vom sozialen Umfeld verlangt wird, sich während der Periode aus gewissen Bereichen des Lebens zurückzuziehen, bleibt manchen Menstruierenden nichts anderes übrig. Die Kostspieligkeit der Menstruationsartikel erlaubt es nicht allen, sie zu erwerben und bindet sie während der Dauer der Blutungen (stärker) an Zuhause. Die Sicherstellung erschwinglicher Menstruationsprodukte ist dementsprechend ein menschenrechtliches Thema, das von einer immer größer werdenden Masse bedacht werden muss.

Menstruation ein Menschenrechtsthema

Zu diesem Zweck widmen sich Kampagnen wie die der Global South Coalition for Dignified Menstruation (GSCDM) verschiedenen Aufgaben. Zum einen dem Abbau diskriminierender sowie unterdrückender sozial(politisch)er Strukturen, die die Menstruation betreffen. Zum anderen bemüht man sich um die Gewährung grundlegender Rechte und Ressourcen, um die Würde im Rahmen der Menstruation sicherzustellen. Weiters wird der bereits erwähnte Dialog mit den Menschen zur Aufklärung gesucht, etwa mittels Forschung, Bildung, Aktivismus und Networking und darüber hinaus wird auch global der Dialog zwischen Organisationen angestrebt, um die Arbeit der Menstruationsbewegung auf ein internationales Level zu heben.

Aktionen vor Ort

Für all jenes stehen wir am 08. Dezember immer wieder mit unserer eigenen öffentlichen Aktion in Salzburg ein. Dazu laden wir euch alle ein, uns und vor allem die Kampagne mit eurer Teilnahme daran an diesem Tag zu unterstützen, damit gemeinsam der Diskriminierung Menstruierender auf den unterschiedlichsten Ebenen nach und nach Einhalt geboten werden kann.

Seit 2020 beteiligt sich das Afro-Asiatische Institut Salzburg jährlich am 08. Dezember an dem International Dignified Menstruation Day und unterstütz damit die Global South Coalition for Dignified Menstruation auch mit einer Kampagne in Österreich.

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