Aufgrund der aktuellen Corona Pandemie, at das Afro-Asiatische Institut, sein traditionelles Weltdinner zum ersten Mal in einen Online-Raum verschoben und veranstaltete das Vegane Rohkost-Weltdinner 2.0.

Neben dem Input der Referierenden wurde diesmal im Online-Raum gemeinsam gegessen. Es war ein informativer Abend zum Mitmachen, Genießen und Austauschen.

Dafür haben der holistischer Gesundheitstrainer Marcus Willwohl, und der vegane Ernährungstrainer Andreas Hirnsperger YouTube-Videos erstellt, in welchem sie theoretisch wie praktisch erklären was vegane Rohkost ist und welche  gesundheitlichen Aspekte mit dieser Ernährungsweise verbunden sind.

Was ist vegane Rohkost Ernährung?

Vegane Rohkost ist eine spezielle Form der veganen Ernährung.  Dabei wird nichts verwendet was von einem Tier kommt, wie z.B. Eier, Milch und Honig. Es werden auch u.a. Waschmittel oder Shampoos gemieden, die mit Hilfe von Tierversuchen hergestellt wurden und dadurch Tiere in Mitleidenschaft ziehen.

Bei der veganen Rohkost Ernährung werden ausschließlich roh-vegane Lebensmittel, welche nicht über 42° C erhitzt wurden, verzehrt. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass die hitzeempfindlichen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente erhalten bleiben. Richtig praktiziert, kann eine roh-vegane Ernährung erheblich die Gesundheit fördern. Wird zudem auf eine saisonale und regionale Auswahl der Nahrungsmittel geachtet, ist diese zudem sehr nachhaltig und klimafreundlich.

Die gesundheitlichen Aspekte veganer Rohkost

In der veganen Rohkost werden die Lebensmittel nicht über 42° C erhitzt, aber warum? Beim Erhitzen über diese Temperatur verlieren Lebensmittel, Nährstoffe und Enzyme. Besonders die Enzyme sind für eine leichte Verdauung wichtig, da sie den Prozess unterstützen. Die allgemeine Müdigkeit sowie Schlappheit nach dem Essen ist sicherlich vielen bekannt, das liegt daran, dass der Körper mehr Energie brauch, um gekochtes Essen (Bsp. Braten mit Pommes) zu verdauen. Beim Umstieg auf vegane Rohkost tritt zuerst ein neues Sättigungsgefühl auf. Dazu kommt es, da in der veganen Rohkost weniger Kohlenhydrate enthalten sind, wie sie z.B. in Kartoffeln oder Hülsenfrüchten zu finden sind. Ein veränderter Blutzuckerspiegel entsteht. Dass sich Menschen 100% von veganer Rohkost ernähren, kommt selten vor, oftmals liegt der Anteil bei 70 – 80%. Es kommt immer ganz darauf an, welches Ziel mit der Ernährung verfolgt wird. Es soll gegessen werden, was vertragen wird! Die Freude und der gesundheitliche Aspekt stehen im Vordergrund. Eine aufbauende Haltung zur Essensbesorgung, Essenszubereitung sowie Essensaufnahme wirkt sich auch positiv auf Körper und Geist aus. Die vegane Rohkost ist sehr entgiftend und entschlackend, wodurch es zur Gewichtsreduktion kommen kann. Hier sollten untergewichtige Menschen vorsichtig sein. Viele Rohköstler*innen berichten , dass sich ihr Idealgewicht nach einiger Zeit wieder einpendelt. Ein weiterer Vorteil ist, dass es keinen erhöhten Cholesterinspiegel in der veganen Rohkosternährung gibt.

Was essen vegane Rohköstler*innen?
Das Essen ist sehr vielfältig: auf dem Speiseplan stehen Gemüse, Obst, Nüsse, Getreide, Hülsenfrüchte und Samen. Letztere können auch gekeimt werden und als Sprossen verzehrt werden, wodurch Sie mehr Energie sowie Kohlenhydrate entfalten. Obst hat einfache Kohlenhydrate. Bei vermehrtem Konsum von Obst kann der Blutzuckerspiegel schnell steigen. Bei Menschen die viel Sport machen ist dies in Ordnung, aber bei Personen die weniger Sport machen, kann der Blutzuckerspiegel dadurch auf und ab gehen. Deshalb ist eine Kombination mit viel Grünem sehr zu empfehlen. Für ein veganes Rohkost Frühstück sind Haferflocken sehr gesund, sie haben einen geringeren Glutengehalt. Die vegane Rohkost Speisen ergänzen sich sehr gut mit Wildkräutern, diese haben ganz besonders viele wichtige Heileigenschaften und basisch sind sie auch.

Mit welchen Geräten, wird vegane Rohkost zubereitet?
Ein häufig verwendetes Gerät ist, ein Mixer, der für Soßen für Salate und auch Hauptgerichte Verwendung findet. Er findet auch Verwendung für Nachspeisen und für Kuchen. Ein Pürierstab wird auch in der veganen Rohkostküche sehr oft verwendet. Elementar ist ein Keimbehälter, zur Herstellung von Sprossen. Mit einem Dörrofen, können Crackers, Brot oder gedörrtes Obst und Kräuter hergestellt werden. Das sind wichtige Utensilien. Vieles passiert  beim Einweichen. So werden Nüsse oder Hülsenfrüchte über Nacht im Wasser eingelegt, damit sind diese leichter verdaulich.

Das heimische Superfood
Wildkräuter sind sehr nährstoffreich und sind somit das heimische Superfood. Brennnesseln haben einen sehr hohen Eiweiß, Eisen sowie Calciumgehalt und wachsen direkt vor unserer Nase. Weitere heimische Superfoods sind: Giersch, Vogelmire, Brennnesseln und Löwenzahn. Also nichts wie los zur nächsten Kräuterwanderung!

Es gibt heimische Alternativen zu Quinoa, Goji-Beeren & Co. Statt Chiasamen können Leinsamen verwendet werden. Sie sind Nährstoffmäßig noch wertvoller und haben einen ähnlichen Effekt, wie Chiasamen, wenn Sie geschrotet werden und dann im Wasser aufquellen. Dunkle Trauben oder Weintrauben sind die nährstoffreichsten Obstsorten die es gibt. Blaubeeren anstatt Acai Beeren. Statt Quinoa kann Hirse verwendet werden, dieser wird auch in Österreich angebaut und beinhaltet viele Vitamine und Eiweiße, und ist sehr nährstoffreich.

Wo Essen gehen?
Vegane Rohköstler*innen haben es nicht immer leicht unterwegs etwas Rohköstliches auf der Speisekarte zu finden. Große vielfältige Salate sind nicht immer im Angebot. Oft wird auf gekochte Kartoffeln zurückgegriffen. Ein Besuch im Restaurant, wird deshalb gut durchdacht. Einfacher und unkomplizierter ist es sich mit Freund*innen zu treffen, wo jede Person ihr selbst zubereitetes Essen mitbringen kann. Na dann guten Appetit!

Auf unserem YouTube-Kanal geben Marcus Willwohl und Andreas Hirnsperger besonders leckere Anregungen für vegane Rohkost Gerichte: vegane Rohkostbrownies und Zucchini-Spaghetti mit Champignon, Tomatensoße und Kräutertopping. Die Rezepte sind auch in unserer Weltdinner-Rezeptsammlung einzusehen. Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit! Die Videos sind in einer Playlist nacheinander abspielbar.

Wer Lust hat sich mehr über Nachhaltigkeit in der Ernährung zu informieren, dem*der empfehle ich den Online-Video-Kurs auf YouTube „Nachhaltigkeit in der Ernährung“ zu besuchen. In diesem Kurs werden die Auswirkungen des Ernährungsverhaltens innerhalb von fünf Dimensionen Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft, Gesundheit und Kultur aufgezeigt.

https://www.nachhaltigeernaehrung.de/ONLINE-VIDEO-KURS-Nachhaltigke.97.0.html

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